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Drei Möglichkeiten zur Vermeidung von „Zoom Doom“

Online-Meetings sind für das Management von globalen, virtuellen Teams von entscheidender Bedeutung und haben sich zu einem wichtigen Instrument in unserer neuen Normalität entwickelt. Sie sind jedoch auch der Ursprung des sogenannten Zoom Dooms, einer neuen Herausforderung, vor der Mitarbeiter im Home-Office aktuell stehen.   

Der Zoom Doom wird durch zu viele Online-Meetings verursacht. Die Mitarbeiter fühlen sich müde, ausgelaugt und haben in einigen Fällen sogar körperliche Schmerzen. Das Phänomen entwickelt sich für Angestellte in der Fernarbeit dieses Jahr zur größten Gefahr am Arbeitsplatz. 

Die Herausforderungen von Online-Meetings werden in Brain Rules: 12 Principles for Surviving and Thriving at Work, Home and School von John Medina näher beleuchtet. Er erklärt, dass Online-Meetings anders gehandhabt werden müssen, da sie die Realität nicht vollständig nachbilden können. Daher müssen sie clever eingesetzt werden. 

„In einer virtuellen Welt hilft Ihnen Ihre Umgebung nicht dabei, Langeweile zu vertreiben. Sie müssen also kurze und knackige Inhalte präsentieren. Lange Meetings müssen zudem in mehrere kürzere Meetings unterteilt werden.“ Brain Rules: 12 Principles for Surviving and Thriving at Work, Home and School von John Medina

Dem stimmen auch Befürworter der Telearbeit zu. Der Basecamp-CEO und Autor von Remote: Office not Required, Jason Fried, sagt, dass der größte Fehler, den Mitarbeiter in der Fernarbeit machen, der Versuch ist, ihren Büroalltag nachzubilden – insbesondere dann, wenn es um Meetings geht. Tatsächlich sollte man jedoch das genaue Gegenteil tun. 

„Den ganzen Tag in Videokonferenzen zu sitzen, ist nicht Sinn der Sache. Das Schöne an der Telearbeit ist die Möglichkeit, die eigene Arbeitsweise zu verbessern, die Anzahl an Meetings zu reduzieren, weniger Kollegen bei Entscheidungen beteiligen zu müssen und nicht ständig das Gefühl zu haben, FaceTime öffnen zu müssen.“

„Die eigentliche Chance der Fernarbeit besteht darin, die Vorteile zu nutzen. Es geht nicht darum, von einem beliebigen Ort aus zu arbeiten und dann den Büroalltag zu simulieren.“

Diese Ansicht teilen wir. Programme für das Remote Learning müssen mehr sein als nur eine Online-Kopie des klassischen Trainings im Seminarraum.

Unsere Erfahrung in der Gestaltung von Sessions im virtuellen Klassenraum hilft uns dabei, unsere eigenen Online-Meetings zu optimieren – nun, da auch wir uns zu einer globalen, virtuellen Belegschaft entwickelt haben.

KISS – Keep It Short, Stupid

Wie Medina erwähnt, ist unser Gehirn nicht darauf ausgerichtet, sich online genauso gut zu konzentrieren, wie im realen Leben. Versuchen Sie also nicht, die ganz- oder halbtägigen Meetings zu simulieren, an denen Sie im Büro ständig teilgenommen haben. 

In den letzten 10 Jahren haben wir festgestellt, dass 60-90 Minuten die optimale Länge für Sessions im Online-Präsenztraining sind. Dieser Zeitraum genügt, um aussagekräftige Fortschritte zu erzielen, ohne dabei Konzentrationsstörungen oder Erschöpfung hervorzurufen.

Jede Minute nutzen

Wir halten Sessions nicht nur kurz, sondern gliedern sie bewusst auch in bestimmte Phasen. Wie Medina erklärt, trägt diese Abwechslung in Tempo und Aktivität dazu bei, dass Kursteilnehmer konzentriert und aufmerksam bleiben.

Für eine 60-minütige Session folgen unsere Trainer einem bewährten Format von 10-minütigen Phasen, die da wären: Warm-up, Heranführung an das Thema, geführte Anwendung, selbständige Anwendung, Umsetzung und Feedback.

Wir haben festgestellt, dass Online-Meetings von einem ähnlichen Ansatz profitieren. Sie sind so strukturiert, dass eine Vielzahl an Inhalten, Moderatoren und Teilnehmern gewährleistet werden kann. Wie bei unseren Sessions bleiben die Teilnehmer dadurch aufmerksam und tragen mehr zum Thema bei.

Blended Communications entwickeln

Learnship Sprint ist unser Blended-Learning-Produkt der nächsten Generation, das den Zoom Doom bekämpft, ohne dabei die Lernziele zu gefährden. Das Programm wurde entwickelt, um den Lernprozess zu beschleunigen und gleichzeitig die im virtuellen Klassenraum verbrachte Zeit zu reduzieren, um den Lernenden eine flexiblere Erfahrung zu bieten. 

Blended Learning bedeutet, dass es sich um eine vollständig integrierte Kombination aus selbstgesteuertem Lernen und Sessions im virtuellen Klassenraum handelt. Das selbstgesteuerte Lernen ist eine Vorbereitung auf die trainergeführte 60-minütige Session, sodass die Zeit mit dem Trainer optimal genutzt werden kann. 

Dieser kombinierte Ansatz kann ebenfalls die Kommunikation zwischen virtuellen, globalen Teams verbessern. Bereiten Sie wichtige Mitteilungen, wie z. B. schriftliche Berichte, vor, die die Teammitglieder in ihrem eigenen Tempo vorab lesen können. Nutzen Sie die wertvolle Besprechungszeit anschließend für gemeinsame Diskussionen und die Entwicklung von Ideen.  

Learnship hilft global agierenden Teams, kulturelle Unterschiede zu überwinden und den Mehrwert der Vielfalt zu nutzen, indem sie ihre Sprachkenntnisse im beruflichen Kontext, ihre interkulturelle Intelligenz und ihre persönlichen Kommunikationskompetenzen verbessern.     

Learnship Sprint wins Brandon Hall Award